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Aktuelles

„SAVE THE DATE“

Das Institut für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Würzburg organisiert eine Veranstaltungsreihe zum Thema “Gender und Nachhaltigkeit”.

Im Rahmen dieser Vortragsreihe referiert Dr. Christine Katz von diversu e.V. zum Thema “Nachhaltigkeit anders denken?! Geschlechterperspektiven und ihre Herausforderungen.”

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, am Mittwoch, den 26. Juni 2024, um 18:00 Uhr an diesem Vortrag teilzunehmen. Der Zoom-Link zur Veranstaltung ist im Banner hinterlegt.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
https://www.uni-wuerzburg.de/gsik/veranstaltungen/single/news/nachhaltigkeit-anders-denken-geschlechterperspektiven-und-ihre-herausforderungen/

Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme.

 

„Bücher mal anders – divers, szenisch, bunt. Mit Büchern über Vielfalt und Ausgrenzung reden.“

Ein Sensibilisierungsprojekt des Netzwerkes Antidiskriminierung Wendland (NAW) und KADNON/ diversu (Lüneburg).

Dezember 2022 bis November 2024

Grundidee:

In insgesamt 6 Veranstaltungen wollen wir das Medium Buch in seiner ganzen Vielfalt nutzen, um Räume für Toleranz und konstruktive Auseinandersetzung zu eröffnen und Menschen jeden Alters zu ermutigen, Diskriminierung, z.B. aufgrund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Behinderung, etc. zu erkennen, zu reflektieren und eine Haltung dagegen zu entwickeln.

Wir wollen:

  • Kindern Vielfalt als Selbstverständlichkeit erlebbar machen und dabei mit Kitas und Grundschulen kooperieren,
  • mit Jugendlichen Schwieriges und Kontroverses in den Mittelpunkt stellen und dafür bspw. besondere Buchformate, wie Graphic Novels nutzen und
  • Erwachsene (Erzieher:innen, Pädagog:innen, Eltern) befähigen, Vorverurteilungen zu erkennen und über Diskriminierung zu reflektieren.

Mit kulturell/ künstlerischen Formaten rund um diskriminierungskritische Bücher werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gestärkt und neue Räume für Wertschätzung von Vielfalt sowie gemeinsame Visionen eines solidarischen und wertschätzenden Zusammenlebens in unserer Region eröffnet.

Denkbare Formate sind:   

  • szenische Lesungen,
  • Bilderbuchkino,
  • Lese-Nächte,
  • Vielfalts-Bücher-Koffer,
  • Comicwerkstätten,
  • Workshops für Multiplikator:innen,
  • Autor:innenlesungen    uvm.

 

Durchführungsorte: Samtgemeinde Lüchow im Wendland

Gefördert durch das MITEINANDER REDEN-Programm der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Ziel: Menschen im ländlichen Raum konstruktiv ins Gespräch bringen, eine wertschätzende Streitkultur, Teilhabe und den Zusammenhalt vor Ort fördern und zugleich demokratiefeindlichen Entwicklungen sowie zunehmender Polarisierung in der Gesellschaft entgegenwirken.

Das Programm ist Teil des bundesdeutschen Aktionsplanes gegen Rechtsextremismus.

WebFlyer_RassismusInKinderbüchern_23-09-22

Flyer_MutterVaterKind_Kita-Fobi_23-11-06

Flyer_MutterVaterKind_Kita-Fobi_lang2023-11-06_lang

Flyer_Comicworkshop_Web2

 

Diskriminierung? An unserer Schule?!?

Diskriminierung ist auch an Schulen ein viel diskutiertes Thema! Wir bieten in Kooperation mit Schlau Lüneburg ev. dazu Fortbildungsangebote an. Mehr Infos zum Thema finden Sie hier.

K I TA U N D  R A S S I S M U S “ – W I E  G E H T  D A S  D E N N  Z U S A M M E N ? ! 

Der Einführungsworkshop findet digital am 9.10. (16-18 Uhr) und der Vertiefungsworkshop in Präsenz am 24.11. (13:00-16:00 Uhr) im Bildungs- und Integrationsbüro statt. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Antidiskriminierungsarbeit verstehen und umsetzen
– Eine Einführung in die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle von diversu e.V.
Workshop | 25.03.2022 von 10.15 – 13.15 Uhr | Ort: Lüneburg

Im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus bietet diversu e.V. einen Workshop zur Antidiskriminierungsarbeit an. Wir von der Antidiskriminierungsstelle Lüneburg von diversu e.V. bieten Betroffenen von Diskriminierung einen Raum, ihre Erfahrungen zu verarbeiten und nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen. Die Ratsuchenden finden den Weg zu uns oft über andere Beratungsangebote. Netzwerke bzw. die netzwerkübergreifende Zusammenarbeit sind in der Antidiskriminierungsarbeit daher von besonderer Bedeutung. Dieser Workshop richtet sich an Berater*innen aus dem Antidiskriminierungsnetzwerk Lüneburg und all diejenigen, die in ihrer (Beratungs-)Arbeit direkt oder indirekt auf Diskriminierungserzählungen stoßen und sich Unterstützung dabei wünschen, darauf reagieren zu können.

Was passiert im Workshop?
In einem ersten Teil (10.15 – 11.30 Uhr) stellen wir die Antidiskriminierungsarbeit mit einem Fokus auf die Antidiskriminierungsberatung vor: Was ist Diskriminierung? Was bedeutet horizontale/intersektionale Diskriminierung? Was hat es mit Parteilichkeit, Empowerment und Unabhängigkeit auf sich? All diese Fragen wollen wir diskutieren. Der zweite Teil (11.45 – 13.15 Uhr) des Workshops vertieft den Aspekt der Antidiskriminierungsberatung und enthält praktische Übungen. Wie kann im Beratungskontext auf Diskriminierungserzählungen eingegangen werden? Welche Unterstützungs- und Interventionsmöglichkeiten gibt es und inwiefern kann ein Antidiskriminierungsnetzwerk hilfreich sein?

Anmeldung
Anmeldung bitte bis zum 23.03.2022 an anmeldung[at]diversu.org. Dabei den Namen und die Institution angeben und, ob nur an Teil eins oder an beiden Teilen teilgenommen werden soll (eine Teilnahme nur am zweiten Teil ist nicht möglich). Sie erhalten eine Bestätigung Ihrer Anmeldung. Bei weiteren Fragen schicken Sie bitte eine Nachricht an antidiskriminierung[at]diversu.org.

Workshopflyer

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Nichtdiskriminierung – Recht haben und Recht bekommen
Wie können Beratungsstellen und Jurist*innen zielführend zusammenarbeiten?

Fachaustausch | 30.05.2022 von 17.00 – 19.00 Uhr | Ort: Lüneburg

Das Recht auf Nichtdiskriminierung besteht in allen Lebensbereichen. Gleichzeitig machen Menschen in vielen Lebensbereichen Diskriminierungserfahrungen. Beratungsstellen wie die Antidiskriminierungsstelle Lüneburg von diversu e.V. unterstützen Ratsuchende dabei, Handlungsmöglichkeiten zu finden, wenn sie Diskriminierung erlebt haben. Geht es um eine Rechtsberatung, sind die Grenzen dieser Beratungsstellen jedoch erreicht und es benötigt juristische Fachexpertise, damit Ratsuchende ihr Recht auf Nichtdiskriminierung durchsetzen können. Für Anwält*innen können Beratungsstellen in solchen Fällen eine Unterstützung sein, die gemeinsam mit den Klient*innen Sachverhalte aufarbeiten und einen Raum zum Reden geben, der über die juristische Beratung hinausgeht.

Die Juristin Ikram Errahmouni-Rimi (www.antidiskriminierung-schulung.de) führt in das Themenfeld Diskriminierung ein und zeigt auf, wie auf juristischem Wege bei der Durchsetzung der eigenen Rechte in unterschiedlichen Lebensbereichen agiert werden. Ein Schwerpunkt wird auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) als zentralem Instrument zur Durchsetzung des Rechts auf Nichtdiskriminierung liegen. Anhand von konkreten Fallbeispielen aus der Praxis der Antidiskriminierungsstelle Lüneburg soll sowohl aus juristischer Perspektive, als auch aus dem Blickwinkel der Beratungsstellen gemeinsam diskutiert werden, wie eine sinnvolle Zusammenarbeit von Anwält*innen und Beratungsstellen aussehen kann.

ZIELGRUPPE | Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Anwält*innen aus verschiedenen Fachbereichen als auch an Beratungsstellen. Ziel der Veranstaltung ist es, ein tiefergehendes Verständnis des Antidiskriminierungsrechts zu erhalten, sowie in den Austausch über die praktische Umsetzung der Rechtsdurchsetzung zu kommen.

ANMELDUNG | Anmeldung bitte bis zum 27.05.2022 an anmeldung[at]diversu.org. Bitte nennen Sie uns neben Ihrem Namen auch Ihren Fachbereich (Jurist*innen), bzw. Ihre Institution (Beratungsstellen).

“Nichtdiskriminierung – Recht haben und Recht bekommen” (Fachaustausch)

*** Vergangene Veranstaltungen ***

 

“Rassismus – philosophische und soziologische Perspektiven” – Online Veranstaltung
Do, den 03.12.2020 | 17:00 bis 18:30 Uhr | Netzwerks gegen Rechts

Das Lüneburger Netzwerk gegen Rechts lädt am Donnerstag, den 03.12.2020, von 17:00 bis 18:30 Uhr zu der Online-Veranstaltung „Rassismus – philosophische und soziologische Perspektiven“ ein. Die Veranstaltung findet via Zoom statt.

Inhalt

Die Veranstaltung mit Frau Dr. Steffi Hobuß und Herrn Prof. (apl.) Dr. Ulf Wuggenig (beide Leuphana Universität Lüneburg) zielt darauf, aus einer philosophischen und soziologischen Perspektive eine Einführung in das Themenfeld zu geben und ein Instrumentarium zum Erkennen und Verstehen von Rassismus zu bieten.

Die Veranstaltung bietet eine Einführung in die Unterscheidung unterschiedlicher Rassismus-Begriffe (wie z.B. biologischer Rassismus, kultureller Rassismus und struktureller Rassismus). Anhand vergleichender Analysen verfügbarer Daten im historischen Verlauf (sog. „big data“) werden im Anschluss soziologische Zugänge zur Thematik des Rassismus vorgestellt, dabei auch der Wandel von der Vorurteilsforschung als Schwerpunkt hin zur Erforschung jener sozialen Prozesse, welche Rassismus auch jenseits individueller Einstellungen dieses Typs begünstigen. Abschließend sollen konkrete Folgerungen für Sprecher*innenpositionen und Sprechpraktiken abgeleitet und Konsequenzen für ein rassismuskritisches Sprechen aufgezeigt werden.

Neben den Vortragsinputs besteht Raum zur gemeinsamen Reflexion und Diskussion.

Den Impuls zu der Veranstaltung gab ein Rassismus-Vorfall im Umfeld des Rats der Hansestadt Lüneburg im Sommer 2020, der auch das Netzwerk gegen Rechts beschäftigt hat. Daraus entstand intern der Wunsch nach Reflexion und weiterer Auseinandersetzung mit dem Themenfeld.

Auf diese erste Veranstaltung folgt Anfang 2021 ein zweiter Teil in enger Kooperation mit der Antidiskriminierungsberatungsstelle von diversu e.V., der konkrete Handlungsperspektiven für die rassismuskritische Arbeit aufzeigen wird.

Die Vortragenden

Dr. Steffi Hobuß ist Philosophin und Akademische Leiterin des Leuphana College an der Leuphana Universität. Zu ihren Arbeitsfeldern gehören neben der Bildungstheorie die Sprachphilosophie mit einem Schwerpunkt auf verletzender Sprache, Philosophie der Erinnerung/memory studies, Philosophie der Geschlechterkonstruktion und die interkulturelle Philosophie.

Dr. Ulf Wuggenig ist Soziologe und Dekan der Fakultät Kulturwissenschaften. Zu seinen Themenfeldern gehören Kulturtheorie und -analyse, Kunst und visuelle Kultur sowie Erinnerungskultur und -politik.

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“Frauen in Lüneburg: Vielfältige Leben – Bewegende Geschichten”
Ausstellung und Vernissage vom 12.09.2020 bis 24.09.2020

Was bewegt Frauen in Lüneburg, welche Bewegungen haben sie hinter sich? Was verstehen Sie unter Heimat, wie möchten sie, dass sich Menschen begegnen, wie wollen sie zusammenleben? „Frauen in Lüneburg: Vielfältige Leben – Bewegende Geschichten“

Hintergrund und Zielsetzung

Im Rahmen des Förderschwerpunktes Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz w urde das Projekt „Bewegte Frauenleben – Biografien von Frauen aus aller Welt und mitten unter uns : Schreibwerkstatt, Lesecafe und Ausstellung“ von diversu e.V. in Kooperation mit dem Internationalen Frauentreff in Kaltenmoor durchgeführt. Im Projekt erzähl t en sich Frauen ihr Leben, wurden biografische Interviews mit Frauen durchgeführt, wurde in drei Kreativ – Werkstätten zu Themen wie Heimat, Nachbarschaft und Gemeinschaft gearbeitet und eine kleine Straßenbefragung zum Thema „Frau sein in Lüneburg “ durchgeführt.

Mit den Produkten dieser Aktivitäten wurde eine Ausstellung gestaltet, die nun ab 12.9.2020 in Lüneburg gezeigt wird. Ziel d er Ausstellung ist es, anhand verschiedener Themen wie Heimat, Begegnungen, Zusammenleben, Umbrüche, Verluste, Träume zu visualisieren, welche Gemeinsamkeiten Frauenbiografien trotz Unterschiede in der kulturellen Sozialisation, im Bildungshintergrund und Beruf, der Religion und im Alter aufweisen und welcher Reichtum an Lebenserfahrungsvielfalt der Blick auf diese Frauen eröffnet.

Auf der Vernissage am 12.9. 2020 um 17 Uhr werden Textauszüge aus den Interviews v on einer Lüneburger Schauspielerin gelesen. Das Duo MAQUAM wird die Veranstaltung musikalisch rahmen.

Kontakt: Dr. Christine Katz, diversu e.V., Schomakerstr. 60, 21339 Lüneburg, Email: katz[at]diversu.org, Birgit Wölki, Internationaler Frauentreff , Email: mabruka111[at]email.de

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Diversität, Kolonialismus, Grundeinkommen
22.07.2020 | 18 Uhr

Gespräch mit Dr. Daniela Gottschlich, Nachhaltigkeits- und Politikwissenschaftlerin, diversu e.V., und Prof. Dr. Aram Ziai, Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien, Universität Kassel.

Den Aufruf „Höchste Zeit für eine ernsthafte politische Debatte über die Einführung des Grundeinkommens!“ haben über 170 Persönlichkeiten unterzeichnet. In loser Folge geben wir einigen von ihnen die Möglichkeit, in unseren regelmäßigen Onlineseminaren zu erläutern, was sie dazu motiviert hat.Es hat sich herumgesprochen: Die Art und Weise, wie wir Menschen in der Welt sind und in ihr wirtschaften, muss sich ändern. Aber dabei geht es nicht nur um die Ökologie, die Zerstörung des Klimas, der Artenvielfalt und von was sonst allem, sondern auch und gerade um unsere Gesellschaften und ihre Ein- und Ausschlüsse. Wo wir es uns in unserem vom Kapitalismus tief durchdrungenen Lebenszusammenhängen bestenfalls angewöhnt haben, von Rücksichtnahme auf Minderheiten zu reden, werden tatsächlich umfassend Mehrheiten von der Perspektive auf ein gutes Leben ausgeschlossen, Frauen, BIPoC, Arme, Kinder und Jugendliche…

Könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen daran etwas ändern? Hat es damit überhaupt etwas zu tun? Was bedeutet es für unsere Frage, ob man das BGE als ein weltweites oder als ein nationales Projekt versteht? Eröffnen sich da Perspektiven einer weltweiten Umverteilung, gar einer ökonomischen „Wiedergutmachung“ für den Kolonialismus? Und was ist der Unterschied zwischen einem BGE als wirtschaftsbürgerlichem Grundrecht und einer armutspolitischen Maßnahme?

Einwahldaten unter: https://grundeinkommen-attac.de/

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Pressemitteilung der Lüneburger Wochen gegen Rassismus
19.06.2020

Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen und Entwicklungen seit den Ermordungen von George Floyd und Rayshard Brooks LWgR 19.06.2020

Am 25.05.20 wurde der 46 George Floyd durch eine gewaltsame Festnahme in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota von einem Polizisten ermordet. In der Nacht vom 13. Auf den 14. Juni wurde der 27-jährigen Rayshard Brooks bei einer Polizeikontrolle in den Rücken geschossen und verstarb später im Krankenhaus. Die Proteste und Demonstrationen, die seitdem überall in den USA stattfinden, um gegen Rassismus und rassistische Polizeigewalt gegen Schwarze Menschen zu demonstrieren, sind ein starkes Zeichen. Die Härte, mit der die Polizei und die Trump-Regierung wiederum darauf reagieren, ist abstoßend und lässt erkennen wie autoritär seine Regierung handelt.

Die Stimmen von Minderheiten, von Unterdrückten und vor allem von Schwarzen Menschen und anderen POCs werden seit Jahren konsequent ignoriert und trivialisiert. Die Proteste und Solidaritätsaufrufe werden auch in Deutschland immer lauter. Denn auch in Deutschland nehmen rassistische Diskriminierungen zu – und zwar deutlich.

Racial Profiling, das Agieren von Polizei-, Sicherheits- und anderen Staatlichen Institutionen basierend auf Stereotypen und äußerlichen Merkmalen, ist ein erhebliches Problem. Personen werden anhand von Kriterien wie Aussehen, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder nationaler Herkunft als verdächtig eingeschätzt und nicht anhand von konkreten Verdachtsmomenten. Übertriebene Gewalt und Diskriminierung sind auch bei der deutschen Polizei mit großer Sorge zu beobachten. Seit 1993 starben 138 Menschen mit Migrationshintergrund in Gewahrsam der Polizei. Das muss aufhören!

Rassismus ist ein grundlegendes Problem in der Gesellschaft. Wie auch der Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle zeigt, haben wir in Deutschland ein großes Problem mit Diskriminierung, Alltagsrassimus und institutionellem Rassismus. 2019 gab es fast 8000 rassistische Straftaten in Deutschland. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Zur Erinnerung, der rassistische Anschlag von Hanau ist keine vier Monate her.

Rassismus beginnt nicht erst mit der körperlichen Gewalt Einzelner. Weiße Menschen profitieren von einem rassistischen System und reproduzieren versteckte Rassismen. Wir haben deshalb die Pflicht uns auch mit unseren eigenen Rassismen auseinanderzusetzen. Es ist Zeit, dass wir uns offen und ehrlich über Rassismus, über Privilegien einer weißen Gesellschaft, über Polizeigewalt unterhalten.

Wir als Planungsgruppe der Lüneburger Wochen gegen Rassismus – für eine offene Gesellschaft schließen uns den nationalen und internationalen Protesten an und laden alle interessierten Menschen ein, unsere Webinare zum Thema „Institutioneller Rassismus“ und „Anti-Schwarzer Rassismus in Deutschland“in den kommenden Tagen zu besuchen. Weitere Informationen findet ihr auf https://www.facebook.com/WgRLueneburg/

06/2020: Ergebnisbericht zu Rechte Landnahme – Umweltschutz und Globalisierungskritik von Rechts

Vorstellung der Ergebnisse der Online-Befragung von Natur- und Umweltschutzverbänden zur Einflussnahme durch rechte Akteur*innen und ihre Ideologien. Ziel der Befragung war es einerseits, für die Umwelt- und Naturverbandsarbeit eine Informationsbasis darüber zu liefern, ob und wie rechte Akteur*innen im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich aufgreifen, andererseits die von den Vereinen und Verbänden bereits entwickeltenten Gegenstrategien zu erheben sowie Unterstüztungsbedarfe zu ermitteln. Vor allem im Zusammenhang mit Themen aus dem Ökolandbau, dem Umwelt- und Naturschutz oder der Klimakrise werden Begegnungen mit rechten Ideologien erwähnt. Dabei werden vor allem Privatpersonen aber auch Vereinsbmitglieder oder vereinzelt Mitarbeiter*innen der Behörden als Akteure genannt, die bei Veranstaltungen oder über die Sozialen Medien durch Äußerungen rechter Ideologien aufgefallen sind. Von gezielten Kontaktaufnahmen wurde dagegen kaum berichtet. Die Diskussionskultur  zum Umgang mit rechten Ideologien war in den meisten Vereinen und Verbänden bisher aufgrund fehlender konkreter Anlässe eher weniger ausgeprägt, nur einige Rückmeldungen schildern konkrete Maßnahmen im Umgang mit rechten Ideologien. Nun gewinnt das Thema an Bedeutung und viele der Vereine und Verbände wünschen sich Unterstützung, auch durch konkrete Handlungsempfehlungen. Studie

Neues Projekt „VorAB“ gestartet (01.02.2020 – 31.01.2025)

„Vorsorgend handeln“ – so lautet der Titel des neues Projektes, in dem diversu e.V. gemeinsam mit Verbundpartner*innen avantgardistische Brückenansätze für nachhaltige Regionalentwicklung untersuchen wird.
Mit einer Exkursion in den nachhaltig bewirtschafteten Lübecker Stadtwald und auf den biodynamischen Landwirtschaftsbetrieb Domäne Fredeburg startete das Projekt VorAB im März 2020 die Erkundung der regionalen Stadt-Land-Verhältnisse. Im weiteren Verlauf erforscht diversu gemeinsam mit Verbundpartner*innen Blockaden und Transformationspotenziale in den Handlungsfeldern Wald-, Land- und Energiewirtschaft und schaut dabei besonders auf avantgardistische Akteure der Land- und Ressourcennutzung. Untersucht werden u.a. Naturverständnisse, Partizipationsmöglichkeiten, Gewinn- und Verlustverteilungen in den Stadt-Land-Beziehungen, um Strukturinnovationen für faire und resiliente Land-/ Ressourcennutzung in der Region Lübeck zu unterstützen.

03/2020: Workshop zu Rechte Landnahme – Umweltschutz und Globalisierungskritik von Rechts (FÄLLT AUS! ALTERNATIV TERMIN WIRD ZEITNAH BEKANNT GEGEBEN!)

Mittwoch 18.03.2020
Zeit: 17.30 – 20.30 Uhr
Wo: Lernort KulturKapelle – Wilhelmsburger Inselpark (Kapelle Mengepark, Georg-Wilhelm-Straße 162, 21107 Hamburg

Auch rechtsextreme Gruppierungen und Einzelpersonen kritisieren Globalisierung, Gentechnik und Atomenergie, wollen Bienen retten und setzen sich für ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung ein. Sie sind für „heimische“ Obstsorten und gegen „eingeschleppte“ Arten. Häufig wird erst auf den zweiten Blick sichtbar, dass der rechte Natur- und Umweltschutz mit rassistischen, biologistischen und völkischen Ideen verknüpft ist.

Geleitet von Daniela Gottschlich zielt der Workshop auf Aufklärung, Sensibilisierung und Weiterbildung. Er richtet sich an Menschen, die im Bereich Ökologie, Umweltschutz oder Nachhaltigkeit aktiv sind; aber auch an Multiplikator*innen aus der Bildungsarbeit und sonstige Interessierte, die sich gegen eine solche rechtsextreme Einflussnahme wehren und wappnen wollen. Daniela Gottschlich forscht schon seit Jahren als Politikwissenschaftlicherin in inter- und transdisziplinären Nachhaltigkeitsprojekten zu Fragen sozial-ökologischer Transformation und ist Vorsitzende von diversu e.V.  Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website von Globales Lernen Hamburg.

Um Anmeldung unter info@globales-lernen-harburg.de wird gebeten, die Teilnahemgebühren richten sich nach Selbsteinschätzung.

Die Veranstatung wird von der Bildungsinitiative Globales Lernen Hamburg in Kooperation mit dem Lernort KulturKapelle und diversu e.V. angeboten.

 

02/2020: Weltgästeführertag & neue wilde Spaziergänge im Rahmen von Wildes Lüneburg

Zum Weltgästeführertag laden wir alle Interessierten zu einem wilden Rundgang um die Michaeliskirche ein: 22.02., 17 Uhr, St. Michaeliskirche (Johann-Sebastian-Bach Platz).

Ab April werden wieder Termine zur wilden Stadterkundung in Lüneburg angeboten, Start ist der 18.04.2020. Bis September bieten Sara Grauthoff und Christine Katz von diversu e.V. eine Stadtführung pro Monat an und führen an verschiedene wilde Orte Lüneburgs; vom Bahnhof, der Innenstadt zum Truppenübungsplatz. Anmeldungen finden über die vhs statt, die einzelnen Termine sind über die diversu Homepage erreichtbar.

02/2020: Neue UBA-Studie: Interdependente Genderaspekte der Klimapolitik

Neue Studie des UBA zeigt interdependente Geschlechteraspekte von Klimapolitik sowie Wirkweisen und Chancen zur Verbesserung von Geschlechtergerechtigkeit auf. U.a. werden bestehende Programme auf ihre Genderrelevanz hin analysiert und konkrete Politikempfehlungen gegeben. Link zur Studie

02/2020: Klimafolgenanpassung gestalten – KlimaFoG – Weiterbildung
startet im Februar – Jetzt noch schnell anmelden – es gibt noch wenige
freie Plätze!

Die Leuphana GmbH bietet unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Brigitte
Urban, Leuphana Universität und Prof. Dr. Daniela Jacob, Climate
Service Center GERICS in Kooperation mit diversu e.V. eine
Weiterbildung zum/zur Regionalen Klimaanpassungsmanager*in an.

Die Fakten:
Start: Ende Februar 2020 bis August 2020 mit insgesamt 9,5 Tagen Präsenzzeit
Inhalte: Relevanz und Sensibilisierung, Klimawissen verstehen und
nutzen, Kommunikation und Vermittlung von Klimafolgenanpassung,
Integrative Perspektiven auf Klimafolgen, Projektmanagement und
-entwicklung im Kontext   Klimafolgenanpassung.

Die Weiterbildung ist praxisorientiert aufgebaut: Fallbeispiele und
interaktives Lernen steht im Vordergrund. Jedes Modul wird von
kompetenten Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis begleitet. Im
Laufe der Weiterbildung werden Projektideen entwickelt, die in der
eigenen planerischen Praxis umgesetzt werden können.

Detaillierte Informationen zu der Weiterbildung finden Sie unter www.klimafog.de.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung bis zum 07.02.2020.

Bei Fragen schreiben Sie uns gerne unter fischer@klimafog.de oder katz@klimafog.de.

Wir rufen Sie auf Wunsch sehr gerne zurück. Bitte leiten Sie diese Mail an Interessierte weiter.

Mehrfachsendungen bitten wir zu entschuldigen.

Ihr klimaFog-Team

12/2019: Neue Veröffentlichung zu Geschlechterperspektiven im Nachhaltigkeitsdiskurs

Titel: Gender und Nachhaltigkeit – Einiges gewonnen, aber weiterhin umkämpft
erschienen in der Buchreihe “politische ökologie” – Morgenland
Denkpfade in eine lebenswerte Zukunft, Oekom Verlag

Autorin: Christine Katz

Link zum Buch

11/2019: Vortrag von Daniela Gottschlich bei der FARN-Fachtagung “Prima Klima? Radikalisierungstendenzen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Natur- und Umweltschutz”

Donnerstag, 07. November 2019

Zeit: 11.30 – 13.30 Uhr

Ort: DJH Jugendherberge Berlin Ostkreuz, Marktstraße 9-12, 10317 Berlin

Titel: Weniger Klimawandel durch weniger Menschen? Feministische Kritik an Bevölkerungspolitik

Kurzbeschreibung:

Die Forderung nach Bevölkerungskontrolle lässt sich auch von Akteur*innen aus dem Umweltbereich hören. Der Vortrag wirft einen kritischen Blick auf Geschichte und Gegenwart internationaler Bevölkerungsprogramme

Mehr Informationen und Anmeldung unter folgendem Link: https://www.naturfreunde.de/termin/farn-fachtagung-prima-klima

Artikel von Daniela Gottschlich zum Thema “Weniger Klimawandel durch weniger Menschen? Feministische Kritik am neomalthusianischen Revival”: https://www.nf-farn.de/weniger-klimawandel-weniger-menschen

Erschienen in der Handreichung “Aspekte Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Natur- und Umweltschutz”: Link zum Download

10/2019: Neue Veröffentlichung zu Ernährungsdemokratie

Titel: Conflicts over GMOs and their Contribution to Food Democracy
Autor*innen: Beate Friedrich, Sarah Hackfort, Miriam Boyer, Daniela Gottschlich
Article URL: https://www.cogitatiopress.com/politicsandgovernance/article/view/2082

10/2019: Vortrag von Daniela Gottschlich zum Projektauftakt der BMBF-Nachwuchsgruppe “Mentalitäten im Fluss” (flumen)

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Zeit: 18.00 Uhr

Ort: Auditorium “Zur Rosen”, Johannisstraße 13, Universität Jena

Titel: Fossile Mentalität am Ende? Ein Gespräch mit Daniela Gottschlich und Stephan Lessenich über Externalisierung, biobasiertes Wirtschaften und Einstellungswandel

Kurzbeschreibung:

Klimakrise, Artensterben und zunehmende politische Konflikte zeigen: Ein Gesellschaftsmodell, das sich auf die immer weiter beschleunigte Ausbeutung fossiler Ressourcen und auf die Externalisierung der Folgekosten stützt, hat keine Perspektiven mehr – es ist am Ende. Weniger klar ist aber, ob damit auch die fossile Mentalität am Ende ist: jene vorherrschenden Einstellungen, jene von der ständigen Verfügbarkeit großer Mengen von Energie ausgehenden Normalitätsvorstellungen, die sich in der kapitalistischen Moderne auf der Basis einer auf ständig beschleunigter Förderung von Kohle und Öl basierenden Wirtschaft entwickelt haben.
Welche Widerstände setzt diese fossile Mentalität einem Wandel hin zu gerechteren und ökologisch tragfähigen Verhältnissen entgegen – sei es in Form politischer Protestbewegungen oder als Beharrungskraft von Gewohnheiten? Und wie genau müssten sich diese Mentalitäten eigentlich verändern im Übergang von der steigerungsorientierten linearen Durchflusswirtschaft hin zu biologisch basierten Wirtschaften, deren materielle Basis nicht beliebig ausgeweitet werden kann, sondern den natürlichen Begrenzungen zyklischer Stoff- und Energieflüsse unterliegt?

Mit Daniela Gottschlich (diversu e.V. – Institut für Diversity, Natur, Gender und Nachhaltigkeit) und Stephan Lessenich (LMU München) werden anlässlich des Projektauftakts der BMBF-Nachwuchsgruppe “Mentalitäten im Fluss” (flumen) am Institut für Soziologie diese Fragen diskutiert. Zu deren Beantwortung soll die Arbeit der Gruppe in den nächsten Jahren beitragen.

Mehr Informationen unter folgendem Link: https://www.soziologie.uni-jena.de/flumen.html

10/2019: diversu beteiligt sich mit mehreren Angeboten an der Wandelwoche 2019 in Lüneburg „Ein gutes Leben für alle ist möglich“

Donnerstag, 24. Oktober 2019, Thementag: Integration
Zeit: 10.00 – 12.00 Uhr
Ort: Glockenhaus
Titel: Rechte Landnahme: Umweltschutz von rechts.
Kursbeschreibung:
Auch rechtsextreme Gruppierungen und Einzelpersonen kritisieren Gentechnik und Atomenergie, wollen Bienen retten und setzen sich für ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung ein. Nur, wenn man genau hinsieht, wird sichtbar, dass der rechte Natur- und Umweltschutz verknüpft ist mit rassistischen, biologistischen und völkischen Ideen.
Das Seminar zielt daher auf Aufklärung, Sensibilisierung und Weiterbildung für Menschen, die im Bereich Ökologie und Umweltschutz aktiv sind und sich gegen eine solche rechtsextreme Einflussnahme wehren und wappnen wollen.

Veranstalter: diversu e.V. / Dr. Daniela Gottschlich

Donnerstag, 24. Oktober 2019, Thementag: Integration
Zeit: 16.00 – 17.30 Uhr
Ort: Mosaique
Titel: Meine Nachbarschaft
Kurzbeschreibung:
Die Teilnehmerinnen sollen einen Eindruck über die Möglichkeiten gewinnen, sich im kreativen handwerklichen Gestalten mit dem eigenen direkten Wohnumfeld auseinanderzusetzen. Im Schnupperworkshop können einige künstlerisch-gestalterische Techniken erprobt werden, um Ausdrucksformen dafür zu finden, wie die Teilnehmerinnen ihre derzeitige Nachbarschaft sehen bzw. wie sie sich nachbarschaftliche Gemeinschaft in ihrem Viertel wünschen.

Besondere Hinweise:
Der Workshop richtet sich speziell an Frauen. Mindestanzahl 5/Maximalanzahl 10
Anmeldung erwünscht (0160-96863987 oder: katz@diversu.org)

Veranstalter: diversu e.V. / Dr. Christine Katz in Zusammenarbeit mit Ruth Weber (Künstlerin)


09/2019: Vorträge von Daniela Gottschlich auf der DGS-Regionalkonferenz „The Great Transformation“ vom 23. – 27. September 2019 in Jena

Mehr Infos unter folgenden Links: